Feminismus – noch zeitgemäß?

Pünktlich zum Weltfrauentag kommt ein Vorschlag aus der SPD zur geschlechtsneutralen Umformulierung der deutschen Nationalhymne, so soll dabei aus „Vaterland“ das „Heimatland“ werden und „brüderlich“ zu „couragiert“.  Doch ist das alles vollkommen übertrieben oder doch zeitgemäß und notwendig?

Diese Debatte entfacht immer wieder aufs Neue und bleibt damit stets ein aktuelles Thema in der Gesellschaft, egal ob es sich dabei um historische Artefakte wie die Nationalhymne handelt, um Schlagzeilen wie „Jüngeres und weiblicheres Kabinett unter Merkel“ oder die andauernde „#MeToo-Debatte“.

Er steht also wieder an, am 8. März, der „Internationale Tag der Frauen“. Seit 1911 wurde der Tag gefeiert und ist seitdem Zeichen für die Gleichstellung der Frau.

1919 war es soweit in Deutschland, dass Frauen zum ersten Mal wählen durften, 13 Jahre nach Finnland, aber immerhin 27 Jahre vor Italien, dort wurde das volle Wahlrecht erst 1946 für die Italienerinnen eingeführt.

1948 wurde im deutschen Grundgesetz festgehalten, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Etwas später, 1994, wurde dann auch festgehalten, dass der Staat diese Gleichstellungspolitik auch aktiv verfolgt.

Doch so richtig hat das alles nach so langer Zeit immer noch nicht geklappt. Sexuell gewalttätige Übergriffe und Sexismus in den Medien sind immer noch Realität, sowie auch Lohngefälle zwischen Frauen und Männern in Deutschland, dabei bekommen weibliche Angestellte im Schnitt 21% weniger Lohn als männliche Kollegen.

Der Feminismus ist deswegen weiterhin eine bedeutende Bewegung mit dem Ziel diese Missstände auszugleichen. Doch leider verdrehen bei diesem Wort immer noch viele die Augen!

Dabei stellt sich immer die Frage, wie man dieses sensible Thema angehen soll. Vorurteile wie „Männerhass“ werden dabei oft mit Feminismus verbunden, zu Unrecht. Bei dem Grundgedanken des Feminismus handelt es sich nämlich keineswegs um aggressive Frauen mit kurzen Haaren, die Männern das Leben schwer machen wollen. Feminismus bedeutet lediglich die Gleichstellung von Mann und Frau in allen Lebensbereichen und ihre Selbstbestimmung.

Gegenteilige Meinung gehen davon aus, dass wir in vielen Belangen schon soweit gekommen sind, dass es nicht mehr notwendig wäre sich aktiv für den Feminismus einzusetzen, da er als selbstverständlich gilt oder, dass er zu oft als Ausrede eingesetzt wird, sich aufzuregen.

Es bleibt zumindest sicher, dass schon einiges erreicht wurde in den letzten Jahren und trotzdem noch viel vor uns liegt. Der Weltfrauentag ist damit nur eines von den vielen Symbolen, die dazu beitragen.

Übrigens haben wir für Business-Frauen am 8. März die perfekte Möglichkeit sich zu vernetzten und sich gleichzeitig eine kleine Auszeit zu gönnen, bei unserem „International Womens Day“-Event, nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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