Arbeit im Home Office – Das können Sie von der Steuer absetzen

Wegen der Corona-Pandemie arbeiten derzeit viele Menschen im Home-Office – Hierbei wird  das private Zuhause zum Arbeitsplatz umgewandelt. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen aus Sicherheitsgründen die Arbeit im Home-Office auferlegt und damit Ihr Arbeitsplatz am Unternehmensstandort für eine gewisse Zeit nicht verfügbar ist, können Sie die Kosten des häuslichen Arbeitszimmers steuerlich geltend machen. Ihre Aufwendungen können Sie in der Steuererklärung  bis zu einem Höchstbetrag von 1.250 Euro als Werbungskosten ansetzen.

Arbeitszimmer 

Sind alle Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung eines “häuslichen Arbeitszimmers” erfüllt, ist es möglich, anteilsmäßig Miete und Nebenkosten abzusetzen. Die anteiligen Kosten richten sich dabei nach dem Verhältnis der Fläche des Arbeitszimmers zur gesamten Wohnfläche. Wenn das Arbeitszimmer beispielsweise 20 Prozent der Wohnfläche aus, können 20 Prozent der anfallenden Kosten abgesetzt werden.

Unter normalen Umständen kann man das häusliche Arbeitszimmer nur dann bei der Steuer geltend machen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Dem Arbeitnehmer steht für seine berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung. 
  • Das Arbeitszimmer ist der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit.

Das Arbeitszimmer darf kein Durchgangszimmer sein und muss ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt werden. Demnach können die Kosten für eine Arbeitsecke oder die Arbeit am Küchentisch jedoch nicht in der Steuererklärung eingetragen werden. Schon eine nur geringe private Nutzung kann dazu führen, dass das Finanzamt den Raum nicht als Arbeitsplatz anerkennt. Möglich ist es allerdings, alle privaten Gegenstände aus dem Zimmer zu räumen, sodass für die Zeit keine private Nutzung des Zimmers möglich ist. Dies sollte mit Fotos dokumentiert werden, um es bei der Steuererklärung nachweisen zu können. Sinnvoll ist es auch, dass Arbeitnehmer sich außerdem eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers ausstellen lassen, in welchem Zeitraum ihr Arbeitsplatz im Unternehmen nicht zur Verfügung stand und deshalb von zu Hause aus gearbeitet werden musste.

Strom, Internet und Büroartikel

Gespräche, die unter normalen Umständen persönlich stattfinden, werden in Zeiten von Corona per Mail, Video- oder Telefonkonferenz gehalten. Rechner und Handy sind dabei im Dauereinsatz, wodurch Mehrkosten entstehen können.

Für Telefon- und Internetanschluss können Arbeitnehmer 20 Prozent der jeweiligen Monatsrechnung, maximal aber 20 Euro pro Monat als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Alternativ können auch Arbeitgeber die Kosten pauschal steuerfrei erstatten.

Weiterhin können Sie Ihre Aufwendungen für benötigte Arbeitsmittel oder extra angeschaffte Gegenstände wie einen Bürostuhl oder eine Computermaus als Werbungskosten absetzen – allerdings nur, wenn Sie vom Arbeitgeber dafür keine Kostenerstattung erhalten.

 

–> geschrieben von Leonie Bölke (Marketing HeavenHR)

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