Employer Branding: Part 1

Die andauernde Pandemie hat viele Unternehmen wirtschaftlich wortwörtlich in eine schwere Krise katapultiert. Mitarbeiter werden entlassen, Neueinstellungen gestoppt und es muss auf jeden Cent geachtet werden. Denken wir an Employer Branding, kommt sofort der Gedanke, dass dieser Bereich einer der ersten ist, wo Einsparungen getroffen werden. Doch ist das der richtige Ansatz?

Hier sehen Sie das Webinar zu Employer Branding Part 1.

Im Folgenden haben wir alle Details aus dem Webinar zusammengefasst. Was ist Employer Branding, was kann und welcher Zusammenhang kann zwischen der Krise hergestellt werden.

Was ist Employer Branding überhaupt und warum ist es so wichtig?

Employer Branding wird als strategisches Dach von Recruiting und HR-Marketing bezeichnet. Es legt Ziele fest und schafft den Rahmen des Arbeitgeberversprechens.

Das Recruiting hat die Aufgabe, freie Stellen im Unternehmen mit passenden Kandidaten zu besetzen. Um das zu erreichen, muss ein Unternehmen eine Marke aufbauen und sich einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeiten, sodass passende Kandidaten auf Sie als Arbeitgeber aufmerksam werden und sich aktiv bewerben.

Das HR-Marketing ist dafür zuständig, die Bekanntheit und das Image des Unternehmens zu steigern. Darunter gehören unter anderem Karriereseiten, Karrieremessen sowie die gesamte Kommunikation, die sich mit der Positionierung des Arbeitgebers befasst.

Um HR-Marketing und Recruiting also aktiv und erfolgreich umsetzen zu können, müssen Ziele und ein konkreter Plan im Vorfeld vorformuliert sein. Genau hier kommt das Employer Branding ins Spiel, welches die Grundlage für ein erfolgreiches HR-Marketing und Recruiting schafft.

Was kann Employer Branding?

Viele Jahre wurde Employer Branding mit dem Recruiting in Verbindung gebracht oder sogar gleichgesetzt. Employer Branding unterstützt im Recruiting und macht Sie als Arbeitgeber attraktiv, kann die Zeit um neue Stellen zu besetzen, reduzieren und Ihnen mehr passende Bewerbungen bringen. Vorausgesetzt Sie setzen es strategisch gut auf und schaffen dem ganzen Thema einen angemessenen Rahmen. 

Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ist das erfolgreiche Recruiting von neuen Mitarbeitern ein wesentliches Ziel im Employer Branding. Denn, Employer Branding stärkt die Bindung von Mitarbeitern im Unternehmen und reduziert die Fluktuation. Somit können bis zu 50% an Fluktuationskosten gespart werden.

Zudem hat es einen positiven Effekt auf die Unternehmenskultur und macht die Werte des Unternehmens lebbar und als Arbeitgeber attraktiv.

Außerdem stärkt es die Marke des Unternehmens und kann Synergien zwischen der Unternehmensmarke und Produktmarke schaffen. Diese Synergien können sowohl positiv, als auch negativ sein, was wiederum auch Auswirkungen auf den Vertrieb haben kann. So werden Unternehmen, die beispielsweise häufig in der Kritik stehen, auch Produktseitig das Image eines Produkts oder einer Dienstleistung 

Employer Branding kann einen Beitrag zur Wertschöpfung im Unternehmen leisten. Das Recruiting und die Fluktuation leistet einen Beitrag und kann das Betriebsergebnis um 19% steigern, wenn Employer Branding betrieben wird. 

Employer Branding muss ganzheitlich betrachtet werden und nicht nur die Benefits, die Sie als Unternehmen anbieten, betrachten. Denn, Benefits sind zwar ein Teil des Employer Brandings und sind meist materieller Herkunft, helfen aber bei einer langfristigen Bindung von Mitarbeitern allein nicht aus. Es ist daher wichtig, das große Ganze zu sehen.

Was macht eine starke Marke aus?

Eine starke Marke muss glaubwürdig sein. Sie sollte den Stärken des Arbeitgebers entsprechen und authentisch sein. Ist eine Marke mehr “Schein als Sein”, wird sich der Schein nicht lange halten können und die Marke verliert an Glaubhaftigkeit, da sie tagtäglich erlebt und wahrgenommen wird.

Sie muss attraktiv sein und zu den Wünschen der Zielgruppe passen. Nur so erreichen Sie die richtigen Personen und Kandidaten um diese möglichst langfristig zu binden.

Eine starke Marke sollte zudem einprägsam sein. Sie muss leicht wiederholbar und wiedererkennbar sein.Nur so lässt sie sich in den Köpfen verankern.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einzigartigkeit. Sie muss sich vom Wettbewerb abheben und herausstechen. 

Quelle: Content von Employer Branding Webinar mit Annekatrin Buhl

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