Ende der Homeoffice-Pflicht: So schaffen wir gemeinsam die Rückkehr ins Büro!

Trotz steigender Corona-Neuinfektionen ist die Homeoffice-Pflicht seit Sonntag, dem 20. März, offiziell aufgehoben. Doch was genau bedeutet das für die Unternehmen? Und was denken die Arbeitnehmer eigentlich über die vorzeitige Rückkehr ins Büro trotz steigender Infektionszahlen?

Ende der Homeoffice-Pflicht

Seit vorletztem Sonntag, dem sogenannten “Freedom Day“, gilt die Homeoffice-Pflicht als offiziell für beendet – dies entschied das Bundeskabinett. Das bedeutet für Unternehmen, dass Sie offiziell Ihre Mitarbeiter wieder im Büro willkommen heißen und frei entscheiden dürfen, welche Hygienemaßnahmen und Regelungen Sie für das Arbeiten im Betrieb für nötig erachten. Welche Maßnahmen Unternehmen zum Infektionsschutz dabei genau als sinnvoll empfinden, müssen sie selbst bewerten und umsetzen. Dabei wird empfohlen, sich am regionalen Infektionsgeschehen zu orientieren. 

Kritik an der neuen Regelung

Natürlich bringen neue Regelungen auch viele Fragen und Kritikpunkte bei Experten auf. Während der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA die Kompetenzen der Unternehmen zur individuellen Lageeinschätzung und Selbstverantwortung von Regelungen bekräftigt, stehen andere Experten der neuen Regelung eher skeptisch gegenüber. 

Dabei äußerte unter anderem der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes seine Bedenken. Er betonte dabei die Wichtigkeit, den Arbeitsschutz nicht als Privatangelegenheit abzutun. Die Maßnahmen trotz der aktuellen Situation so stark zu lockern, empfinde er als zu früh. Des Weiteren unterstrich er die Bedrohung durch eine frei wählbaren Betrachtung der Gefahrenlage als enorm. Seiner Meinung nach brauche es klare und einheitliche Regelungen zur Überbrückung der derzeitigen Lage. 

Die Rückkehr ins Büro spaltet die Gemüter 

Nach so langer Zeit im Homeoffice spalten sich bei vielen die Gefühle beim Gedanken an eine Rückkehr ins Büro. Natürlich möchte man wieder seine Kollegen sehen und soziale Kontakte pflegen, an Teamevents teilnehmen und seiner gewohnten Routine nachgehen. Gleichzeitig werden einem aber auch direkt wieder die Nachteile, der vor Ort Arbeit klar. Ansteckungsgefahr ist eines der größten Bedenken, aber auch frühes Aufstehen um sich fertig zu machen, zeitraubendes Pendeln, großräumige Büros mit wenig Ruhe und Privatsphäre lassen einen an der Arbeit im Büro zweifeln.  

Laut unserer letzten LinkedIn Umfrage findet es die Mehrheit der Befragten (44%) angesichts der derzeitigen Situation und steigenden Infektionszahlen noch zu früh für eine obligatorische Rückkehr in den Betrieb. Ganze 39% gaben an, dass sie generell lieber immer im Homeoffice bleiben würden. Nur 11% hielten die Rückkehr in die betrieblichen Räumlichkeiten für angemessen und 9% waren unentschlossen. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich viele Arbeitnehmer noch nicht ganz mit dem Gedanken anfreunden können, unverzüglich ins Büro zurückzukehren. 

Aber wie können Unternehmen auf die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitarbeiter eingehen und gleichzeitig eine Annäherung erreichen?

Was können Unternehmen jetzt tun?

Mitarbeiter die Wahl lassen

Ist die Heimarbeit bei einem Mitarbeiter auch von zu Hause aus möglich, dann lassen Sie den Kollegen selbst über seinen Arbeitsort entscheiden. So können Mitarbeiter sich frei mitteilen, ohne Angst davor, verurteilt zu werden. Indem Sie auf die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Mitarbeiter eingehen, erreichen Sie ein Gefühl des Wohlbefindens und kommen Ihren Leuten entgegen.

Mitarbeiter bitten im Homeoffice zu bleiben

Viele Unternehmen haben längst erkannt, dass Homeoffice bei kreativen Jobs durchaus mit einer gesteigerten Produktivität einhergeht. Somit können Sie als Arbeitgeber auch einfach entscheiden, dass die Arbeit in Ihrem Unternehmen auch weiterhin aus dem Homeoffice ausgeübt wird. 

Hybrid Modell 

Das Hybrid Modell bietet die perfekte Balance zwischen Heimarbeit und der Arbeit im Büro. Wenn Sie nicht komplett auf die Arbeit vor Ort verzichten können, wie wäre es dann mit einem Büro/Homeoffice Modell? 

Mit dem hybriden Arbeiten können Firmen festlegen, wie viele Tage Ihre Mitarbeiter im Büro erscheinen müssen und wie viele Sie fürs Homeoffice nutzen können. Sie können zum Beispiel bestimmte Tage wie Montag, Mittwoch und Donnerstag als Bürotage festlegen und ermöglichen an den anderen Werktagen das Schaffen aus dem Homeoffice. Somit können Mitarbeiter jeden Tag ins Büro kommen, wenn Sie möchten oder sich gegebenenfalls an den anderen Tagen Homeoffice Zeit nehmen. 

Sie können aber auch unbestimmte Tage fürs Büro festlegen. Zum Beispiel müssen Mitarbeiter mindestens 2 Mal die Woche ins Büro. So können Sie dafür sorgen, dass sich Kollegen wieder in Person annähern und die Arbeiten, die vor Ort erledigt werden müssen, auch ausgeführt werden können, ohne komplett auf das Homeoffice verzichten zu müssen. 

3G außer Kraft gesetzt

Gesetzlich gesehen dürfen Unternehmen keine Kontrollen mehr am Arbeitsplatz durchführen. Masken sowie ein Test pro Woche sollten Arbeitnehmern dennoch zur Verfügung gestellt werden, müssen aber nicht von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden. Auch eine Freistellung von der Arbeit zur Wahrnehmung von Impfterminen muss künftig von Arbeitgebern gestattet werden. 

Personal digital managen – egal ob im Homeoffice oder Büro

Mit HeavenHR können Sie Ihre Mitarbeiter ganz einfach online managen. Mit der HR-Komplett-Lösung können Sie neben der Verwaltung von Personaldaten auch Ihr Recruiting-Verfahren vereinfachen und Ihre Lohnabrechnung automatisieren.

Testen Sie HeavenHR 14 Tage lang kostenlos und überzeugen Sie sich selbst – Jetzt unverbindlich testen!

Verfasst von Luciana Müller (HeavenHR Marketing)

Anmerkung: Die auf unserer Seite veröffentlichten Informationen werden mit größter Sorgfalt verfasst und überprüft. Dennoch sind Gesetze und Regelungen einem stetigen Wandel unterworfen. Wir garantieren nicht für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen. Unser Web-Angebot dient lediglich dem unverbindlichen Informationszweck und stellt keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne dar.

*Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in dem vorliegenden Text die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung, als geschlechtsneutral zu verstehen sein.