The Great Resignation: Überrollt die große Kündigungswelle nun auch Deutschland?

Gelangt 2022 der Trend, “The Great Resignation”, aus den USA jetzt auch zu uns in den deutschsprachigen Raum? Der Begriff beschreibt eine großflächige Kündigungswelle an Mitarbeitern, die freiwillig ihren Job verlassen. Während das Phänomen in den USA bereits in 2021 begann, wird der Trend jetzt auch immer spürbarer auf dem DACH Arbeitsmarkt.

Eine Xing Studie hat diese Bereitschaft zum Jobwechsel bei Arbeitnehmern erforscht und eine ansteigende Tendenz vermerkt. Dabei kam raus, dass jeder vierte Arbeitnehmer kündigt, ohne eine neue Stelle zu haben.

Auf Nachfrage in unserem LinkedIn Netzwerk haben ganze 58% der Umfrageteilnehmer tatsächlich den nächsten Schritt gewagt und Ihren Job im letzten Jahr gewechselt und 25% haben darüber nachgedacht. In Anbetracht dessen müssen sich Arbeitgeber also mehr den je um die Wahrung ihrer Talente bemühen. 

Aber was ist der Grund für die vielen freiwilligen Kündigungen? Inwieweit ist die Kündigungswelle in Deutschland spürbar? Welche Branchen sind am stärksten betroffen? Und welche Herausforderungen und Chancen bringt dieser Trend für Arbeitgeber wirklich mit sich? All das, erfahren Sie in diesem Blogartikel. 

Hat die ‚Great Resignation‘ auch schon Deutschland erreicht?

Die große Kündigungswelle hat Deutschland zum Glück noch nicht so heftig überrollt wie die USA. Dennoch zeigen Studien, dass etwa 6 Prozent der Deutschen Arbeitnehmer Ihren Job aufgrund von COVID-bedingten Gründen freiwillig kündigen. Europaweit erzielte Deutschland somit den höchsten Wert. 

Dazu kommt der weiterhin anhaltende Fachkräftemangel. Viele offene Stellen sind also weiterhin ein großes Problem. Daher ist es wichtiger den je gute Talente zu wahren, um sich gegen bevorstehende Kündigungswelle zu wappnen.  

Was ist der Auslöser für ‚The Great Resignation‘?

Es gibt viele Gründe, derentwegen Beschäftige ihren Job verlassen. Dabei können psychologische Grundbedürfnisse den Wunsch nach einem Berufswechsel bestärken – wenn Bedürfnisse wie Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit erfüllt werden, kann es das Wohlbefinden von Kollegen im Unternehmen beeinflussen.  

Während dem Lockdown wurde uns die Möglichkeit genommen, freiwillige und eigene Entscheidungen treffen zu können. Seit Beginn der Pandemie sind daher viele Menschen in Ihrer Autonomie stark eingeschränkt, welche Sie möglicherweise durch einen Jobwechsel versuchen zurückzuerlangen. 

Dazu kommt auch die räumliche Distanz zwischen Kollegen. Durch das Homeoffice fielen wichtige soziale Berührungspunkte weg. Eine Studie von Microsoft zeigte auf, dass sich 65% der Angestellten mehr persönliche Zusammentreffen mit ihren Kollegen und Teams wünschen. Dennoch möchten laut einer McKinsey-Studie 70% der Beschäftigten weiterhin die Chance auf Flexibilität und Remote Arbeit im Unternehmen beibehalten.

Fazit: Mitarbeiter wollen nicht mehr zurück ins Arbeitsleben vor der Pandemie. Stattdessen wollen Sie einen guten Mix aus beidem. Das beinhaltet mehr persönliche Zusammenkommen mit den Kollegen und die Privilegien des Homeoffice. Arbeitgeber, welche letzteres nicht berücksichtigen, riskieren gute Mitarbeiter zu verlieren. Denn Beschäftigte könnten sich hier wiederum in ihrer Autonomie beraubt fühlen.  

Wer denkt, flexibles Arbeiten bedeutet gleich weniger Arbeit, der hat sich wohl nicht richtig mit der Thematik befasst. Laut einer Microsoft Umfrage hatten 80% der Arbeitnehmer weiterhin den gleichen oder sogar einen höheren Arbeitsaufwand. Die Folgen blieben nicht unbemerkt. Die Studie zeigte ebenfalls auf, dass sich über die Hälfte der Beschäftigten während dieser Zeit überarbeitet und 40% sogar komplett ausgelaugt fühlten. Nicht nur die vermehrten E-Mails sind daran schuld, sondern auch die zunehmende Dauer der Meetings hat negative Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Alles mit Gründe, die Mitarbeiter dazu führen Ihren derzeitigen Job nochmal komplett zu hinterfragen und ihre Jobs freiwillig zu verlassen.

Das können Arbeitgeber tun, um bestehende Talente zu wahren und neue zu erlangen!

Kommunikation ist das A und O

Eine empathische und offene Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist Gold wert. Dazu gehört auch Anerkennung für erbrachte Leistungen zu zeigen. Eine Studie wies ein Mangel and Wertschätzung und Anerkennung durch die Vorgesetzten und Arbeitgeber als einen der Hauptgründe auf, weswegen Beschäftigte in 2021 kündigten. Auch gutes Einfühlungsvermögen durch Vorgesetzte wurde als häufiger Grund genannt, weswegen Mitarbeiter in Ihrem Job bleiben würden. 

Leadership Coaching

Positive Management und Leadership Coaching bieten sich hierbei als hervorragendes Tool, um diese Herausforderung anzugehen. Dadurch können Führungskräfte eine bessere Mitarbeiterbindung etablieren und lernen, um Beschäftigte langfristig zu halten. Neue Anreize können somit für Führungsköpfe geschaffen werden. 

Job Crafting

Ein anderes ausgezeichnetes Tool bietet das Job Crafting. Bei dieser Vorgehensweise könne Mitarbeitende selbst Ihre Arbeit, Arbeitsweise und den Umgang mit Ihren KollegInnen beeinflussen, um Sie Ihren Bedürfnissen anzupassen. Das in Verbindung mit regulärem und individuellem Coaching kann große Auswirkungen haben. Mitarbeiter können trotz Hierarchieebenen Ihre Autonomie ausleben, welches zu Ihrer Motivation und Performance beitragen kann. So können Unternehmen The Great Resignation entspannt überstehen. 

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Verfasst von Luciana Müller (HeavenHR Marketing)

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*Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in dem vorliegenden Text die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung, als geschlechtsneutral zu verstehen sein.