HR Trends 2022, die Sie auf keinen Fall ignorieren sollten!

Das Jahr 2021 war für viele kein einfaches. Nicht nur Corona bedingte Herausforderungen und Veränderungen beeinträchtigten Arbeitnehmer und -geber ungemein, sondern auch große Schritte in Richtung Digitalisierung in allen Bereichen, wirbelten das letzte Jahr ordentlich auf. 

Was Personaler aus dem letzten Jahr lernen können und welche Trends sie im neuen Jahr auf gar keinen Fall ignorieren sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

1. HR in 2021:  Auf einen Blick 

2021 war das Jahr der Umsetzung. Nach dem 2020 Arbeits- und Arbeitszeitmodelle zu Beginn der Pandemie neu ausgearbeitet werden mussten, drehte sich im letzten Jahr alles um die Implikation dieser Modelle. Personalmitarbeitern wurde dabei wohl oder übel die Umsetzung von Home-Office, Hybrid und Schichtplanungs-Modellen überlassen. Keine einfache Aufgabe in Krisenzeiten. Ständiger Arbeitsplatzwechsel zwischen Home-Office und Büro stellten das Skillset von Personalverantwortlichen ordentlich auf die Probe. 

Organisatorischen Herausforderungen, wie die Beschaffung und Verlegung von Arbeitsequipment ins Homeoffice der Mitarbeiter gehörten dabei zu einigen der Aufgaben. Die wichtigste Herausforderung in 2021 lag jedoch darin, für eine reibungslose und digitale interne Kommunikation zu sorgen. Dabei kristallisierten sich vor allem angemessene Führungskräfte-Skills als wichtige Eigenschaft für eine mühelose Zusammenarbeit in Krisenzeiten heraus. 

2. Prognose 2022

2.1 Mehr Festigkeit (Personalbetreuung und -entwicklung)

Nach einem chaotischen Jahr der Veränderungen tritt in 2022 nach und nach mehr Ruhe und Routine ein. Homeoffice, Hybrid und Remote Modelle sind schon längst keine Fremdwörter mehr, sondern haben sich als ‘New Normal’ etabliert. Arbeitnehmer und -geber kennen sich 2022 bereits mit den neuen Prozessen aus und wissen wie der Hase läuft. 

Da die Prozessabläufe mittlerweile fast überall reibungslos laufen, können sich Personaler nun auf die nächsten Herausforderungen stürzen. Vor allem Personalaufgaben wie die Betreuung, Weiterentwicklung und Zufriedenheit von Mitarbeitern können, im neuen Jahr endlich angegangen werden. 

2.2 Arbeitszeitmodelle überdenken 

Von Montags bis Freitag stumpf beim 9-to-5-Job vorm Laptop im Büro oder Homeoffice zu sitzen ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Mehr Flexibilität am Arbeitsplatz wird hier von Arbeitgebern verlangt. Individuelle Fälle und Wünsche von Arbeitnehmern müssen in der heutigen Arbeitswelt angehört und gut es geht umgesetzt werden, wenn Unternehmen eine die aufkommende Mitarbeiterfluktuation-Welle überstehen wollen. 

Egal ob es sich um MitarbeiterInnen handelt, die Ihre Kinder pünktlich von der Schule abholen oder um KollegInnen, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen – Arbeitgeber müssen mehr Raum und Zeit für private Angelegenheiten schaffen! Nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch darüber hinaus. Dabei sollte der Mensch im Fokus stehen, um eine gute Work-Life-Balance für alle MitarbeiterInnen zu schaffen.

Wie diese flexiblen Arbeitszeitmodelle genau aussehen sollten und wie man sie am besten umsetzen kann, müssen Personalverantwortlichen im neuen Jahr herausfinden und austesten. Hybride Arbeiten könnte dabei ein wichtiges Schlagwort sein. 

2.3 New Work & Corporate Purpose: Mehr als nur Digitalisierung

New Work geht zwar mit Digitalisierung einher, begrenzt sich aber nicht nur darauf. Der Begriff beinhaltet viel mehr als das. Es geht dabei um eine generelle Modernisierung der HR Aufgaben und bezieht sich ebenfalls auf die konkreten Initiativen von HR-Experten, die zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit beitragen sollen. 

Die Verwaltung von Personaldokumenten, Arbeitszeiten und Urlaubsbescheinigungen können schon längst ganz einfach digital verwaltet werden. Das ist nicht nur ungemein zeitsparend, sondern auch viel übersichtlicher. Personaldaten, Urlaubsanträge und Lohnabrechnungen können kinderleicht gemanagt werden, ohne alles in überfüllten Aktenschränke aufbewahren und bei Gebrauch darin herumstöbern zu müssen. Wer in 2022 noch kein digitales HR-Tool verwendet, hinkt also ganz schön hinterher.

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Neben Digitalisierung gehört nämlich auch innovatives People Management zum New Work Konzept mit dazu. Denn nur mit erhöhter Mitarbeiterzufriedenheit kann auch produktiver gearbeitet werden. 2022 sollten sich Personalverantwortliche also der Frage widmen: Wie können wir die Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen steigern? 

Egal ob Mitarbeitervorteile oder flexiblere Arbeitszeiten, die Bedürfnisse der Mitarbeiter sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und müssen daher individuell befragt und angepasst werden. 

2.4 Fachkräftemangel überkommen

Krisen schaffen bei Menschen für gewöhnlich ein Bewusstsein für die wichtigen Dinge im Leben. Die Frage nach dem Sinn und Zweck des Lebens kommt seit Beginn der Pandemie auch immer häufiger in der Arbeitswelt auf. Der sogenannte ‘Corporate Purpose’ wird damit am Arbeitsplatz immer wichtiger. Arbeitnehmer sehnen sich nach dem Gefühl etwas Sinnvolles sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben beisteuern zu können. Dabei verschieben sich die Werte von Mitarbeitern immer deutlicher. 

Insbesondere der Wunsch von Individuen, sich mit dem Corporate Purpose des Unternehmens identifizieren zu können, wird unter Arbeitnehmern immer spürbarer. Arbeitgeber können sich schon längst nicht mehr nur mit der Frage – Wie sorgen wir für mehr Gewinn, Wachstum und Profit? – beschäftigen, sondern müssen darüber hinaus auch die anspruchsvollen Erwartungen von Arbeitnehmern erfüllen. Vor allem Gen Z und Y visiert größtenteils Arbeitgeber an, welche sinnstiftende Aufgaben und Arbeit bieten.

Jedoch reichen hierbei leere Versprechungen nicht aus. Moderne Unternehmen müssen nach den Worten Taten folgen lassen, um Arbeitskräfte nicht nur schnell zu akquirieren, sondern auch langfristig aufrechtzuerhalten. Dabei müssen sich Arbeitgeber und HR-Leader ins Zeug legen und mehr als nur Mitarbeitervorteile und flüchtige Gehaltserhöhungen einfallen lassen, um Ihre Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden.

2.5 Nachhaltigkeit und Umweltauswirkungen

In den letzten zwei Jahren überkam wahrscheinlich jedem Menschen zumindest einmal das Gefühl der Machtlosigkeit oder die beklemmende Stimmungslage, nichts Nützliches für sich und seine Mitmenschen tun zu können. Während vor der Pandemie viele Initiativen für ein umweltbewussteres Leben angestellt wurden, sind seither solche Aktionen traurigerweise immer mehr in den Hintergrund gerückt und manche sogar ganz liegen geblieben. Kostenlose Plastiktüten wurden aus den Shops und Supermärkten verbannt und sollten zu einer geringeren CO2-Verbrauch beitragen. Doch Gesichtsmasken und Go-To Behälter machten Versuche dieses Ziel zu erreichen, mit nur einem Schlag kaputt. 

Auch wenn bei uns Menschen seit Beginn der Pandemie die Zeit scheinbar stehen geblieben ist, schreitet der Klimawandel dennoch fort. Demonstrationen von Kindern und Jugendlichen, unsere Fachkräfte von morgen, versuchen sich bei ‘Fridays for Future’ Gehör zu verschaffen und sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu schaffen und mehr Umwelt fördernde Aktionen zu leisten ist jetzt wichtiger als je zu vor. Der Trend wird auch bei Arbeitgebern nicht spurlos vorbeiziehen und hängt auch oben bereits genannt, mit dem Corporate Purpose und den neuen Wertvorstellungen der jüngeren Arbeitnehmer zusammen. 

Arbeitgeber kommen also auch dieses Jahr nicht drum rum sich mit der Frage zu beschäftigen – Welchen Beitrag leistet mein Unternehmen, um Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu fördern? 

2.6 Neue Wege der Personalbeschaffung

Schon im letzten Jahr hat sich in Sachen Personalbeschaffung einiges verändert. Nicht nur, dass der Rekrutierungsprozess digitaler geworden ist. Nein. Es sind unter anderem neue Rekrutierung Kanäle dazu gekommen. Immer mehr junge Leute aus der Generation Z and Y kommen ins arbeitsfähige Alter und haben ganz andere Ansprüche und Erwartungen an Arbeitgeber und Personaler. Unter anderem nutzen sie mitunter auch andere Channels für die Jobbeschaffung als Ihre älteren Kollegen. Klassische Recruiting-Methoden reichen da nicht mehr aus, um junge Fachkräfte an Land zu ziehen. 

Video Recruiting über TikTok oder Recruitainment durch spielerische Aufgaben im Bewerbungsprozess gehören zu den neuen Lösungsansätzen, um jüngere Arbeitnehmer zu erreichen. Gen Z und Y erscheinen jetzt vielleicht noch nicht ganz so relevant und genauso wenig tun es die neuen Recruiting-Methoden. Wer jedoch 2022 verschläft, dem entgeht wohl möglich die unglaubliche Chance sich die aufstrebende und innovativen Köpfe von morgen zu sichern. 

2.7 Leadership und Selbstorganisation

Mit dem großflächigen Umstieg auf agile Arbeit im letzten Jahr haben sich viele Strukturen in den Unternehmen und Betrieben verändert. Statt weiterhin wie im Office als gemeinsame Abteilung zu arbeiten, sind viele Unternehmen auf selbstorganisierte Teams umgestiegen. Eine Form sich an die heutige Arbeitswelt anzupassen, könnte man behaupten. Führungskräfte haben nicht mehr alleine dafür zu sorgen, dass alle Angestellten ihrer Arbeit nachkommen. Vielmehr besteht dieser Ansatz darin, allen Mitarbeitern ein gewisses Maß an Vertrauen und Selbstorganisation weiterzugeben, was die Arbeit anbelangt. Durch zusammen bestimmte Strukturen zur Zusammenarbeit, offene Kommunikation und gemeinsame Entscheidungsfindung sollen Führungskräfte entlastet werden, wenn Arbeitskräfte agil arbeiten. 

Zu Beginn kann ein selbstorganisiertes Team sich frei und innovativ fühlen. Dennoch gibt es bei diesem Lösungsansatz auch einige Hürden, die bei Personalwechsel, Konflikten sowie bei Personalabbau aufkommen können. Auch diese Teams wieder alle zusammenzuführen, kann durchaus problematisch werden. Wenn diese Teams im Büro wieder aufeinander treffen, kann es zu Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit kommen, da die Teams bis dato unterschiedlich gearbeitet haben. Es kann aber auch im schlimmsten Fall zu menschlichen Konflikten oder Konfrontationen zwischen Kollegen kommen.

Daher ist im neuen Jahr nicht nur ein ausgezeichnetes Personalmonitoring von HR-Leadern gefragt, sondern grundsätzlich ein besonderes Skillset von Führungskräften, um diese Zusammenfindung so reibungslos wie möglich zu gestalten. Eine angebrachte Führungskräfteentwicklung wird daher im neuen Jahr 2022 von großer Wichtigkeit.

3. HR mit HeavenHR

Wer 2022 noch kein HR-Tech verwendet, der verpasst was! 

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und das auch in der Personalabteilung. Vor allem durch die Vielfältigkeit der Arbeits- und Arbeitszeitmodelle in der heutigen Zeit kommt man ohne gut strukturierte und digitale Personaldokumentation, Lohnabrechnung, Abwesenheitsmanagement und Zeiterfassung nicht mehr hinterher. 

Mit der HR-Lösung von HeavenHR greifen wir Personalverantwortlichen kräftig unter die Arme und verschaffen Raum für die wichtigen und unterhaltsamen Aufgaben im Personalbereich. 

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Verfasst von Luciana Müller (HeavenHR Marketing)

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*Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in dem vorliegenden Text die gewohnte männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung, als geschlechtsneutral zu verstehen sein.